Costa Rica bannt Uran-Munition
Vor 20 Jahren während des Golfkriegs, 1991, setzten die USA erstmals
Uran-Munition im großen Mengen gegen die irakischen Truppen ein. Nun hat Costa
Rica als weltweit zweites Land - nach Belgien (2007) - ein Gesetz zum Verbot
dieser radioaktiven Munition beschlossen. Der Gebrauch von Geschossen
hergestellt mit Uran 238 verletze mehrere Prinzipien des internationalen
Menschenrechts und habe unverantwortbare Langzeitfolgen für Mensch und Umwelt,
so die internationale Kampagne zur Ächtung der Uran-Waffen (International
Campaign to Ban Uranium Weapons - ICBUW). Das vergangenen April vom
costaricanischen Parlament verabschiedete und jetzt auch von Präsidentin Laura Chinchilla unterschriebene Gesetz
verbietet Gebrauch, Handel, Transport sowie Produktion und Aufbewahrung dieser
vor allem von den USA verwendeten Geschosse.
Uran 238 ist ein giftiges und radioaktives Schwermetall. Dieses so genannte
abgereicherte Uran fällt in großen Mengen bei der Anreicherung von Uran 235
zur Kernbrennstoffproduktion an und findet sich auch zusammen mit Plutonium und
dem in der Natur nicht vorkommenden Uran 236 in abgebrannten Atombrennstäben.
Geschosse hergestellt mit abgereichertem Uran durchbohren Panzer wie Butter. Die
Uran-Munition entzündet sich im Innenraum, die Panzercrew verbrennt, der Panzer
explodiert und unzählige radioaktive, giftige Mikropartikel werden in die Luft
geschleudert: Die 1991 im Irak-Krieg von den USA erstmals in