„Antideutsche
Neokonservative führen Begriffe wie Freiheit, Frieden, Gerechtigkeit ad
absurdum
Sie
grölen auf ihren Demonstrationen zynische Parolen, wie „Palästina, knie
nieder! Die Siedler kommen wieder! oder „Wir tragen Gucci. Wir tragen
Prada. Tod der Intifada! Aber nicht nur „bedingungslose Solidarität mit
Israel , westlicher Chauvinismus, eine ausgeprägte Upper-Class-Arroganz
gegenüber den schlecht Gekleideten ‚da unten' und eine schaurige Freude
am Tanz auf den Gräbern der ausgemachten Feinde - Friedensaktivisten,
Kapitalismuskritiker, vor allem von ihnen als „Barbaren titulierte
Bewohner des Orients - sind signifikante Merkmale der sogenannten
Antideutschen. Seit rund 20 Jahren betreiben diese Exlinken, deren Ideologie
aus Versatzstücken der Bush-Doktrin, Marx' Kritik der politischen Ökonomie
und Adornos Kritischer Theorie zusammengekleistert ist, auf rabiate Weise
Geschichtsrevisionismus. Sie verkehren die Begriffe Emanzipation und Aufklärung
in ihr Gegenteil und schrecken auch vor Kooperationen mit Rechtsextremisten
nicht zurück.
Ehrbares Anliegen entsorgt
„Abbruchunternehmen der
Linken wollen sie sein, formulierte einer ihrer prominenten Wortführer und
Kopf ihres Zentralorgans Bahamas Justus Wertmüller vor einigen Jahren
die Agenda der „Antideutschen . Wenigstens einmal eine ehrliche Aussage. Ihr
Name hingegen führt völlig in die Irre: Waren sie, damals noch Kommunisten,
Anfang der 1990er Jahre aus Angst, nach der Auflösung der DDR könnte ein
„Viertes Reich entstehen und Deutschland seine Großmachtbestrebungen